DEMENZ – Formen, Phasen, Betreuungsschwerpunkte

Trainerin: Claudia Fidi


In den letzten Jahrzehnten hat sich die Alterspyramide in Österreich stark verändert. Generell leben heute in Europa mehr ältere als jüngere Menschen. Bis 2030 wird die Bevölkerung der über 65-Jährigen ansteigen, demzufolge wird jede vierte Person über 65 Jahre alt sein (Statistik Austria, WKÖ 2012).

 

Aber gerade mit dem zunehmendem Alter steigt auch die Gefahr, an Demenz zu erkranken. Die Entwicklung ist eindeutig:

Die österreichische Gesellschaft muss sich auf mehr Menschen mit Demenz einstellen, die auf Pflege und Betreuung angewiesen sind.

Alle 12 Sekunden erkrankt in Europa ein Mensch an Demenz, weltweit sogar alle drei Sekunden (vgl. World Alzheimer Report 2015).

Von den rund 46,8 Millionen Menschen, die 2015 weltweit von Demenz betroffen waren, lebten rund 10,5 Millionen in Europa. Für die kommenden Jahrzehnte wird weltweit ein starker Anstieg an Demenzerkrankungen prognostiziert. So geht die Forschung davon aus, dass sich die Anzahl der an Demenz Erkrankten bis 2050 weltweit mehr als verdreifachen wird (vgl. World Alzheimer Report 2015).

Schätzungen zufolge leben 130.000 Menschen mit einer Form der Demenz in Österreich. Rund 80.000 Menschen leiden an einer mittelschweren oder schweren Demenz, davon etwa zwei Drittel an Morbus Alzheimer.

Bis 2050 soll sich die Gesamtzahl an Betroffenen etwas mehr als verdoppeln, die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird in diesem Jahr auf 65.500 geschätzt. Dies ist gegenüber dem Jahr 2000 mit 23.600 jährlichen Neuerkrankungen ein 2,8-facher Anstieg (vgl. Demenzbericht 2014).

Die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, steigt nach dem 65. Lebensjahr steil an.

Aus diesen Zahlen ergibt sich klar und deutlich die Wichtigkeit, sich in allen Bereichen des Gesundheitssystems vermehrt mit diesem Krankheitsbild und den daraus resultierenden Problemen auseinanderzusetzen.

Das Gesundheitspersonal muss zukünftig mit Demenzkranken in allen Fachbereichen rechnen. Demenz ist nicht mehr nur ein Thema der Altenpflege. Es braucht Konzepte, um die betroffenen Menschen mit ihren unterschiedlichen Erkrankungsschweregraden bedürfnisorientiert und individuell betreuen zu können.

Diese Fortbildung soll den Teilnehmer*innen die Möglichkeit bieten fachliches Wissen aufzufrischen, einen neuen Zugang zu den pflegerischen Problemen zu entwickeln und verschiedene Möglichkeiten in Pflege und Betreuung kennenzulernen.

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11.11.2026

Kursdauer: 8 Lehreinheiten

Kultur- und Sportverein, Otto-Herschmanngasse 6

€10